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Jungen Kräften wird Platz geboten

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Artikel aus der Odenwälder Zeitung vom 17.12.2010

Jungen Kräften wird Platz geboten

FÜRTH. Bewährte, ältere Kräfte treten ins zweite Glied zurück, machen Jüngeren auf aussichtsreichen Listenplätzen Platz Sie bekunden aber ihre weitere Verbundenheit mit dem örtlichen CDU-Gemeindeverband damit, dass sie sich auf den hinteren Plätzen aufstellen lassen. Unter der Versammlungsleitung des Spitzendkandidaten für die Kreisliste, des Ersten Beigeordneten Thomas Metz, stellte die Fürther CDU ihre Listen für die Wahl zur Gemeindevertretung und der Ortsbeiräte am 27. März auf.

Den "Rückzug in Raten" treten beispielsweise Edgar Schwarzer, Horst Knapp, Mathilde Zeiß und Richard Lannert an. Der amtierende Fraktionsvorsitzende Gottfried Reinhard kandidiert auf Platz 30. Das wurde von der Versammlung nicht ohne Murren hingenommen.

Die Entwicklung lässt sich exemplarisch an einer Person wie Edgar Schwarzer festmachen. Als Vorsitzender des Ausschusses Mensch, Kultur und Sport setzt er sich für gute Beziehungen zu Religionsgemeinschaften ein, für die Unterstützung der befreundeten Gemeinde Zabrani, als Pate an der Schule für Integration und er ist nicht zuletzt aktiver Mitstreiter in der Kolpingsfamilie.

Die Liste wird von Rainer Gemmel angeführt, der sich in der kurzen Zeit nach seinem Amtsantritt als Vorsitzender der Gemeindevertretung bereits eine sehr gute Reputation erworben hat. Er selbst sprach von den immer wieder zitierten Fürther Verhältnissen, wonach insbesondere in den Ausschüssen sachbezogen diskutiert, gestritten wird, aber in der Gemeindevertretung zahlreiche Beschlüsse doch einmütig gefasst werden. "Die Fürther CDU hat einen großen Anteil daran, weil sie mit den anderen Fraktionen fair umgeht."

Zu den zuvor vom Fraktionsvorsitzenden Gottfried Reinhard genannten umgesetzten und geplanten Maßnahmen - beispielsweise Stadionneubau, Alte Schule, Sanierung Bahnhofsgebäude, Neubau der Grundschule mit Turnhalle, Umgestaltung der Alten Schule zum Dorfgemeinschaftshaus in Fahrenbach - und auf die anstehenden Maßnahmen wie Neubau der Kinderkrippe im Feriendorf und Umgestaltung der Steinbachwiesen sagte Gemmel: "Die CDU Fürth kann aber auch mit Fug und Recht behaupten, viel dafür getan zu haben, was in unserer Gemeinde an Infrastruktur vorhanden ist." Er bat die Versammlungsbesucher, das Erreichte auch nach außen zu tragen, in einem fairen Wahlkampf.

Thomas Metz erwähnte die Kreispolitik mit dem bewährten Fraktionssprecher Gottfried Schneider, der sich weit über Fürth und die eigene Fraktion hinaus großen Respekt erworben habe. Mit seinem Nachfolger im Bürgermeisteramt Volker Oehlenschläger, mit dem Kreisbeigeordneten Dieter Roos und Hermann P. Arnold (der sich allerdings in Richtung Neckartal orientiert) stehen weitere Fürther Vertreter auf der Kreistagsliste der CDU.

Auf Platz zwei der Liste für die Gemeindevertretung steht Albert Dörsam, Erster Beigeordneter und Bürgermeister-Vertreter. Der amtierende Krumbacher Ortsvorsteher Hubert Schmitt folgt auf Platz drei. Eine Mischung aus bewährten und jungen Kräften prägt die Liste der Fürther CDU zur Gemeindevertretung, nicht nur auf den ersten Plätzen. Es folgen der Gemeindeverbandsvorsitzende Klaus Stark, Karin Arnold aus dem Gemeindevorstand, Bernd Schmitt, der Fachmann aus der Energiekommission, Klaus Lannert, der Mann für Bau- und Planungsangelegenheiten, Bernhard Wolbert (Vorsitzender des Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft), Bernhard Berg, Fachmann für Kulturangelegenheiten, und Dirk Grassinger, der sich zum Fraktionswechsel entschlossen hat. Neu auf der Liste steht Petra Borgenheimer. Und auch Gerhard Langer hat sich zur Rückkehr in die aktive Kommunalpolitik entschlossen.

Die CDU gliedert ihren Wahlkampf in die vier Hauptpunkte "Familie und Bildung", "Vereine und Ehrenamt", "Senioren" und "Infrastruktur" sagte Fraktionsvorsitzender Gottfried Reinhard dazu. Und als Sprecher des Wahlvorbereitungsausschusses sagte er: "Wir haben es in der Vergangenheit immer geschafft, wichtige Positionen in der Gemeindevertretung und in den Ausschüssen auch kurzfristig mit sehr guten Leuten zu besetzen." Als Beispiele nannte er Rainer Gemmel und Bernhard Wolbert: "Wichtig ist es, unsere gute Arbeit in der Gemeinde hervorzuheben, um den negativen Trend aus der großen Politik möglichst auszuschalten." mk