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MdB Bosbach im Gespräch mit Vereinsvertretern

In gemütlicher Runde im SV Heim Fürth, suchte CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach gemeinsam mit Bürgermeister Volker Öhlenschläger und dem CDU Spitzenkandidaten Thomas Metz das persönliche Gespräch mit örtlichen Vereinsvertretern.
 
„Die Fürther Vereine bilden die Basis für das lebenswerte Zusammenleben in der Gemeinde und bieten insbesondere Kindern und Jugendlichen in Fürth ein attraktives Angebot“, weiß Bürgermeister Volker Oehlenschläger um die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit. Er forderte die Vereinsvertreter auf, Anregungen und Gedanken an die politischen Vertreter zu richten, die umgehend die Chance zum Dialog mit den politischen Vertretern aufgriffen. Mit seinem Motto „Ehrenamt der Ehre wegen“, machte Gemeindebrandinspektor Frank Schepula deutlich, dass es nicht um den finanziellen Aspekt bei der Ausübung der Tätigkeit gehe. Er forderte von Verwaltung und Politik, dass die Rahmenbedingungen so sein müssen, dass die Ehrenamtlichen in ihrer Arbeit unterstützt werden. Mit der Gemeinde Fürth sei man dabei auf einem erfolgreichen Weg, so Schepula.
 
„Der Kreis Bergstraße stellt den Vereinen insgesamt 58 Sporthallen, kostenlos zur Verfügung“, stellt Thomas Metz einen Teil der Vereinsförderung durch den Kreis heraus. Dies, so Metz, ist ein bewusster Schwerpunkte der CDU für die Vereinsarbeit, trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen. „Vereine haben oft große Probleme, ehrenamtliche Funktionsträger zu gewinnen, die Aufgaben als Vorsitzender oder Kassenwart übernehmen wollen“ beschreibt Metz die Lage vieler Vereine und stellte zeigte sich offen für Ideen, was Politik an den Rahmenbedingungen ändern sollte.
 
„Ist dies ehrenamtlich noch zu leisten“ fragte Peter Bormuth, der seit vielen Jahren im Vorstand des SV Fürth aktiv ist, in die Runde. Bei 720 Mitgliedern bräuchte man eigentlich einen Rechtanwalt, Steuerberater, Versicherungsfachmann und manchmal auch einen Psychologen zur Seite, skizzierte Bormuth die Herausforderung an die ehrenamtliche Vereinsführung mit einem zwinkernden Auge.
 
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Wolfgang Bosbach, der seit 1994 dem Deutschen Bundestag angehört, machte mit Beispielen aus seinem Wahlkreis und persönlichen Erlebnissen deutlich, dass er die Herausforderungen der Ehrenamtlich kennt. „In Deutschland gibt es rund 20 Millionen Ehrenamtliche“ und davon weit mehr Frauen als Männer, teilte Bosbach mit. Meist sind es die beruflich und privat besonders eingespannten Menschen, die sich darüber hinaus noch ehrenamtlich betätigen. Motiv sei nicht immer nur der Dienst für den anderen – meist mache das Ehrenamt und die damit verbundene Aufgabe ja auch Spaß, so Bosbach. Dennoch sei es durch veränderte Lebensbedingungen immer schwieriger, Menschen dauerhaft zur Übernahme von Verantwortung in einem Verein zu bewegen.
 
 „Staat ist an den Grenzen seiner organisatorischen Leistungsfähigkeit angelangt“ erläuterte Bosbach die Wirkungskette, dass wenn an den Staat immer größere Anforderungen gestellt werden, dieser immer mehr Geld umverteilen und mehr Lebensbereiche mit der Auswirkung regeln muss, dass die die Freiheit für den Einzelnen immer kleiner wird.
 
Besonders betonte Bosbach die Rolle der Sportvereine im Bereich der Integration. Diese gelinge deshalb im Sport so gut, weil für alle die gleichen Regeln gelten, die Leistung des Einzelnen zählen und der Erfolg zusammen in der Mannschaft errungen wird. Für Kinder aus weniger behüteten Elternhäusern übernehmen Vereinsvertreter oft Vorbild- und Erziehungsfunktion, so Bosbach.
 
Wenig Hoffnung konnte Bosbach den Vereinsvertretern bei der Entwirrung der Vielzahl von Regelungen und Kontrollmechanismen machen, die unter anderem bei der steuerfreie Übungsleiterpauschale anfallen. Immer wenn man eine Ausnahme von einer Regelung mache, zum Beispiel die steuerliche Bevorzugung der Übungsleiterpauschale, braucht man wieder Regelungen, die diese Ausnahme definieren. Dieses Dilemma sei nur durch die Abschaffung der Ausnahme zu lösen, dann entfalle aber auch die Besserstellung.
 
Ein besonderes Lob fand Bosbach auch für die Unternehmer, die den Ehrenamtlichen auch den Raum für die ehrenamtliche Arbeit zur Verfügung stellen, wie es insbesondere bei der Feuerwehr nötig sei.

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